ESport als Beruf: Riot Games macht die LCS noch professioneller

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KeyArena beim The International

2016 war ein großartiges Jahr für eSports, denn im Vergleich zum Vorjahr sind die ausgeschütteten Preisgelder um rund 30% gestiegen und lagen bei fast 100 Millionen Dollar. Mit rund 21 Millionen, stellte den größten Anteil VALVE beim größten Dota 2 Turnier – The International – zur Verfügung. Nicht zu vergessen die drei Dota 2 Major-Turniere, die jeweils mit 3 Millionen Dollar dotiert waren. Auch Riot Games hat sich für die LoL WM Valve’s System des „Crowdfunding“ abgefkupfert. In einfachen Worten heißt das sie haben einen Teil der Einnahmen für Champion-Skins in das Preisgeld fließen lassen. So konnte Riot das Gesamtpreisgeld für die WM von 2.300.000$ auf 6.700.000$ erhöhen und nähert sich langsam dem unerreichbar scheinenden The International.

Mehr Professionalität

Riot Games hat schon mit dem Start der ersten Saison gezeigt, dass sie auf professionelle Strukturen und faire Bedingungen für Spieler setzen. 2017 legt Riot die Messlatte mit der LCS noch ein wenig höher. Spieler der Liga sollen zukünftig Privilegien wie bezahlten Urlaub, Krankenversicherungen und eine Pensionsvorsorge bekommen. Somit ist professionellen Spielern aus der LCS eine Zukunft gesichert und eSports ist nicht mehr nur ein „Ausrutscher“ aus der Jugendzeit, sondern eine berufliche Alternative.

Natürlich ist die LCS für viele unerreichbar und selbst den Teams, die es dorthin schaffen, ist der Platz nicht ewig garantiert. Wenn der Abstieg aus der LCS den Verlust all dieser Privilegien bedeutet, dann sind die Änderungen in der LCS nur ein kleiner Schritt. Zumindest in den Ligen direkt darunter müsste man ähnliche Änderungen schaffen, um für ansatzweise stabile Verhältnisse zu sorgen.

Esport Wettanbieter im Kommen

Während eSports als Industrie immer größer wird, schießen auch immer mehr eSport Wettanbieter wie Pilze aus dem Boden. Das Thema Wetten hatte, gerade in der eSport Szene, lange Zeit einen schlechten Ruf. Doch gerade 2016 war ein Jahr, in dem sich das zumindest teilweise änderte. Viele Buchmacher zeigten ihr Engagement, in dem sie eSport Turniere veranstalteten oder Sponsorverträge mit Teams abschlossen. Ein paar Bookies haben ihr eSports Angebot auch speziell auf eine eigene Domain verlagert. Insgesamt finden eSport Wetten wesentlich mehr Anklang als noch voriges Jahr und eSports rücken noch ein Stück näher Richtung Mitte der Gesellschaft.